Ich bin 30 Jahre alt, habe Mediendesign studiert, liebe meine Katze Chewie und Pizza (wie ihr in meinen Beiträgen vielleicht bemerken werdet). Schon als Kind bin ich immer gerne gereist. Bis auf meinen Papa ist meine ganze Familie total reisebegeistert und immerzu unterwegs. Außerdem haben wir alle unterschiedliche Lieblingsorte (meine Schwester Sarah ist ständig in Asien unterwegs, während ich Skandinavien liebe und meine Mutter war immer gern in Spanien). Mit dem Älterwerden habe ich dann gemerkt, wie gerne ich auch allein unterwegs bin. Ich bin zwar immer wieder mit (wechselnden) Partnern und Freund:innen verreist, doch ist das Alleinreisen für mich nochmal eine ganz andere Art des Reisens. Allein bin ich offener für neue Menschen und Kulturen, folge meinen eigenen Plänen in meinem eigenen Tempo und nehme mich selbst dabei viel bewusster wahr. Allein zu reisen scheint mir wie das Wandeln in einem alternativen Leben. Man verlässt sein eigenes und findet sich zuweilen mit neuem Wohnsitz in einer andersartigen Umgebung wieder, in der man mit öffentlichen Verkehrsmitteln warm werden muss und sich an fremde Menschen in anderen Sprachen wendet, um nach dem Weg zu fragen. Ich finde es super mutig, eine Reise allein anzutreten und wer sich traut, auf andersartigen Routen zu wandern, wird mit überraschenden Ereignissen belohnt. Hier möchte ich meine Erlebnisse so authentisch wie möglich mit euch teilen und vielleicht schaffe ich es sogar, euch zum Alleinreisen zu inspirieren?
Dafür muss euch eins schon jetzt klar sein: Reisen ist Arbeit; umso mehr, wenn man allein verreist.
Reisen verlangt, dass man sich ausreichend vorbereitet, recherchiert und frühzeitig bucht. Flüge, Zeitumstellungen, wechselnde Verkehrsmittel, lange Wartezeiten und Verspätungen gehören häufig zum Reiseweg hinzu und kosten Energie. Das ist alles nichts Neues. Hinzu kommt aber auch die mentale Arbeit des Alleinreisens (falls ihr euch traut!). Das Unbekannte zu betreten bedeutet, sich an Veränderungen anzupassen, was anfangs anstrengend sein kann, insbesondere wenn man mit unvorhersehbaren Herausforderungen konfrontiert wird. Aber sich dieser Belastung allein zu stellen, bürgt das große Potential, sich selbst besser kennenzulernen, die eigene Resilienz zu stärken und über sich selbst hinauszuwachsen.
Ich möchte mir die Welt erarbeiten; nicht nur im Sinne der physischen Reise, sondern als einen kontinuierlichen Prozess der persönlichen Entwicklung. Jedes neue Ziel, jede Begegnung, jedes unvorhergesehene Ereignis trägt dazu bei, im Unbekannten das Vertraute in mir selbst zu entdecken. Natürlich ist es nicht immer einfach, allein unterwegs zu sein (insbesondere als Frau), aber gerade das Alleinreisen schenkt mir die Freiheit, ohne äußere Zwänge zu agieren; selbstständig und unabhängig. Die Erlebnisse, die ich auf meinen Reisen sammle, sind für mich viel mehr als bloße Erinnerungen. Und ich habe irgendwann entschieden, sie niederzuschreiben, um die funkelnden Momente zu bewahren, die so leicht im Alltag verloren gehen.


